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bogobit Bremsmodul Classic

Das bogobit Bremsmodul Classic ist ein Bremsmodul für digitalgesteuerte Modellbahnanlagen. Es ist mit minimalem Aufwand zu installieren, da nur ein isolierter Mittelleiter-Abschnitt (bei Mittelleitergleisen), bzw. nur ein einseitig isolierter Schienen-Abschnitt (bei Zweileitergleisen) nötig ist. Dies vereinfacht erheblich den Gleisbau und ist auch ideal für die Umrüstung von Anlagen mit bisher einfachen stromlosen Abschnitten. Die Länge des isolierten Abschnitts muss nur so lang wie der Bremsweg der Lok sein.

Die vom Bremsmodul erzeugte Bremsspannung wird über eine ausgeklügelte elektronische Strombegrenzung eingespeist, so dass beim Überfahren der Trennstelle keine Betriebsstörungen durch Kurzschlüsse entstehen. Übergangs- oder Stoppabschnitte sind daher nicht erforderlich.

Das Bremsmodul ist auf Digitalanlagen mit Märklin/Motorola/mfx-Format und mit DCC-Format einsetzbar. Die vom Bremsmodul erzeugte Bremsspannung ist eine negative Gleichspannung, was von Märklin-Digital-Decodern (Ausnahme: 6080 und Delta-Decoder aus der Frühzeit der Digitaltechnik) als sogenannte Märklin-Bremsstrecke unterstützt wird.

Unter den DCC-Decodern ist das Funktionsprinzip als „Brake on DC“ (Bremsen bei Gleichspannung) bekannt und wird von vielen Decodern verstanden. Bitte prüfen Sie hierzu die Angaben des Decoderherstellers. Einige DCC-Decoder verhalten sich je nach Polarität unterschiedlich und bremsen vorbildgetreu nur in einer Richtung. Bei DCC-Decodern ist es oft auch erforderlich, über eine CV-Programmierung den Bremsbetrieb zu aktivieren.

Produkte und Varianten

Das bogobit Bremsmodul Classic gibt es in drei Ausführungen:

Diese technischen Ausführungen unterscheiden sich in der Ansteuerung ("wie sage ich dem Bremsmodul, dass es bremsen soll") und kommen je nach Anforderungen und Betriebsbedingungen hinsichtlich der Ansteuerung zum Einsatz. Die Ausführung bistabil ist die im Regelfall eingesetzte Variante. Die Unterschiede sind weiter unten näher erläutert.

Ein bogobit Bremsmodul Classic gibt es wahlweise mit oder ohne Gehäuse.

Die bogobit Bremsmodule Classic können Sie als fertig aufgebaute und geprüfte Bremsmodule kaufen.

Sie besitzen Elektronikkenntnisse und Löterfahrung? Dann können Sie die verschiedenen Ausführungen des Bremsmoduls auch

Außerdem ist das verwendete bistabile Relais als Ersatzteil oder auch für eine anderweitige Verwendung einzeln erhältlich.

Hier geht es zur Bestellung im Shop.

Weiterführende Informationen

Informationen zum Aufbau des Bremsmoduls und zum Anschluss finden Sie in den folgenden Dokumenten zum Herunterladen:

Dokumente für die aktuelle (quadratische) Bauform
Bogobit Bremsmodul Classic – Bedienungsanleitung (deutsch) (PDF)
Bogobit Bremsmodul Classic – Manual (English) (PDF)
Bogobit Bremsmodul Classic – Anschlussbeispiele (PDF)
Einstellungen verschiedener Decoder
Bausatz Bogobit Bremsmodul Classic – Bauanleitung (PDF)
Bausatz Bogobit Bremsmodul Classic – Stückliste (PDF)
Bausatz Bogobit Bremsmodul Classic – Bestückungsplan (PDF)
Dokumente für die ältere (längliche) Bauform
Informationen für frühere Hardware-Versionen finden Sie hier.

Vertiefende Informationen zu speziellen Themen und Anwendungsfällen finden Sie in folgenden Dokumenten:

Dokument
Realisierung einer automatischen Blockstrecke mit dem Bogobit Bremsmodul Classic bistabil (PDF)
Erläuterungen zum Betrieb eines Bogobit Bremsmodul Classic zusammen mit Belegtmeldern (PDF)
Anschlussplan / Schaltplan für einen extra Übergangsabschnitt mit einem Bogobit Bremsmodul Classic (PDF)
Übersicht: Welches bogobit Bremsmodul kann mit welchem Märklin Signal / Decoder / Stellpult kombiniert werden (PDF)
Überbrückung von Trennstellen durch elektrisch verbundene Radsätze bei Zweileitergleis – Schemazeichnungen zur Verdeutlichung (PDF)

Ausführung Classic bistabil

Bild bogobit Bremsmodul Classic Bild bogobit Bremsmodul Classic

Das Bremsmodul in der Ausführung bistabil wird an einen Weichendecoder oder ein Stellpult angeschlossen. Anschluss und Bedienung ist so, wie Sie es von einer Weiche gewohnt sind. Je nachdem, welcher der beiden Steuereingänge angesteuert wird (eine kurzzeitige Ansteuerung genügt), geht das Bremsmodul in den Zustand "Fahrt" oder "Bremsen". Der Anschluss parallel zum Spulenantrieb eines Signals oder einer Weiche ist möglich.

Die Bezeichnung lautet "bistabil", da das Bremsmodul mit einem bistabilen Relais bestückt ist.

Ausführung Classic monostabil

Bild bogobit Bremsmodul Classic Bild bogobit Bremsmodul Classic

Falls ein potenzialfreier Einschaltkontakt beispielsweise im Antrieb eines bereits installierten Licht- oder Formsignals (eigentlich vorgesehen, um die Stromzufuhr zum Gleis zu schalten) vorhanden ist, kann das Bremsmodul in der Ausführung monostabil eingesetzt werden. Das Bremsmodul wird dann über den vorhandenen Schaltkontakt angesteuert und funktioniert somit in Abhängigkeit von der Signalstellung. Bei anliegender Steuerspannung ist das Bremsmodul im Zustand "Fahrt", ansonsten im Zustand "Bremsen".

Diese Variante ist inbesondere auch geeignet zum Betrieb mit den Märklin Digital-Signalen 763xx, 764xx und 70xxx, sowie mit den Märklin Hobby-Signalen 743xx mit zugehörigem Signalpult 7275x. Anschlussbeispiele finden Sie in den Dokumenten weiter oben unter Weiterführende Informationen. Diese Variante ist außerdem geeignet an Decodern, die eine Schaltspannung als Dauerausgang ausgeben, z. B. ESU SwitchPilot in der Konfiguration "k84 Modus".

Die Bezeichnung lautet "monostabil", da das Bremsmodul mit einem monostabilen Relais bestückt ist.

Ausführung Classic Bremsgenerator

Bild bogobit Bremsmodul Classic Bild bogobit Bremsmodul Classic

Falls bereits ein potenzialfreier Umschaltkontakt (kein Ein-Aus-Kontakt, sondern ein Umschaltkontakt!) in der Anlage oder im Signalantrieb vorhanden ist, kann das Bremsmodul ohne das Relais aufgebaut werden. Solch ein potenzialfreier Umschaltkontakt ist beispielsweise in den neuen Märklin Digitalsignalen 764xx (Lichtsignale) und 70xxx (Flügelsignale) vorhanden. Solch ein potenzialfreier Umschaltkontakt kann aber auch ein Kippschalter mit Umschaltkontakt im Gleisbildstellpult sein, oder der Umschaltkontakt eines Relais oder Fernschalters, oder der Umschaltkontakt eines Märklin m84-Dekoders. Anschlussbeispiele finden Sie in den Dokumenten weiter oben unter Weiterführende Informationen.

Das Bremsmodul ist damit im Grunde nur noch ein Bremsspannungsgenerator. Die Stromzuführung des Bremsabschnitts wird dann über den vorhandenen Umschaltkontakt umgeschaltet zwischen Digitalspannung der Zentraleinheit und der vom Modul erzeugten Bremsspannung.

Auch die Variante mit monostabilem Relais kann als Bremsgenerator verwendet werden. Wird bei der Ausführung monostabil nämlich der Steuereingang nicht angeschlossen, liegt am Ausgang stets die Bremsspannung an, genauso wie beim reinen Bremsgenerator.

Geeignete Lokdecoder und Digitalzentralen

Das bogobit Bremsmodul funktioniert mit allen Lokdecodern, die auch mit einem original Märklin-Bremsmodul Nr. 72441 und 72442 funktionieren. Dies gilt für nahezu alle Loks und Decoder von Märklin, auch für mfx, egal ob mit oder ohne Sound. Einschränkungen gibt es nur mit alten, ungeregelten Digitaldecodern (märklin 6080) oder Deltadecodern: Loks mit neueren Versionen dieser Decoder bleiben recht abrupt im Bremsbereich stehen, bei älteren Decodervarianten fährt die Lok leider durch den Bremsabschnitt durch. Dies ist kein Mangel des bogobit Bremsmoduls, sondern ein Decoder-bedingtes Verhalten.

Bei Lokdecodern von Fremdherstellen sind die Angaben des Herstellers zu prüfen. In der Regel ist es so, dass insbesondere Multiprotokolldecoder, die das märklin-Motorola-Format beherrschen, auch die Bremsstrecke unterstützen. Ggf. ist es erforderlich, über eine CV-Programmierung die Bremsstrecke zu aktivieren und gleichzeitig den analogen Betrieb mit Gleichstrom/DC zu deaktivieren (analoger Betrieb mit Wechselstrom/AC ist kein Problem). Decoder mancher Hersteller erlauben es, eine konstant lange Bremsstrecke einzustellen. Das heißt, die Lok bremst immer an der gleichen Stelle unabhängig von der Fahrgeschwindigkeit.

Lokdecoder nach DCC-Norm funktionieren in der Regel ebenfalls mit dem bogobit Bremsmodul. Die DCC-Norm bezeichnet die Betriebsart als "brake on DC", also Bremsen bei anliegender Gleichspannung. Der Decoder erkennt die Gleichspannung, und muss entscheiden, ob er in den Analog-Modus wechselt, oder zum Bremsen übergeht. Dies ist normalerweise über Konfigurationsvariablen (CVs) programmierbar.

Da manche DCC-Decoder auch die Polarität der Gleichspannung auswerten, ist auf Zweileitergleis eine richtungsabhängige Bremswirkung möglich, oder grundsätzlich so eingestellt. Beim Einbau und Anschluss des Bremsmoduls ist dann die Polarität zu beachten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht garantiert werden kann, dass jeder Decoder dieser Welt mit dem bogobit Bremsmodul funktioniert. Bei allen ordentlichen, modernen Decodern ist aber zu erwarten, dass es funktioniert. Bei recht alten Decodern und bei besonders preisgünstigen Decodern, dazu zählen auch ab Werk eingebaute Decoder, ist größere Skepsis angebracht. Bitte prüfen Sie die Eigenschaften des Decoders, oder testen Sie alle Loks an einem Bremsmodul.

Das bogobit Bremsmodul funktioniert mit allen Zentraleinheiten, die auch das Motorola-Format oder das DCC-Format aussenden. Also alle Märklin Zentraleinheiten: 6020, 6021, Mobile Station, Central Station 1 und 2. Ebenso mit Zentraleinheiten anderer Hersteller, wie z. B. ECoS von ESU, Intellibox von Uhlenbrock, Commander von Viessmann, usw.

Beachten Sie: Das Bremsmodul versorgt im Zustand "Bremsen" den Gleisabschnitt nicht mehr mit Digitalspannung, sondern mit einer Bremsspannung (Gleichspannung). Während also eine Lok im Gleisabschnitt bremst oder steht, können Sie keine Digitalbefehle an die Lok übermitteln. Die zuletzt eingestellen Funktionen der Lok (z. B. Stirnbeleuchtung, Rauchgenerator, Geräuschmodul) bleiben unverändert aktiv. Die Lok reagiert wieder, sobald das Bremsmodul auf "Fahrt" umgeschaltet wird.

Technische Daten

Bremsmodul Fertiggerät

Maße: 73 × 73 × 28 mm (Bremsmodul im Gehäuse)
Befestigung: vorbereitet zur Befestigung mit vier Schrauben, Durchmesser 3 mm
Digitalspannung: max. 25 V
Strom zum Gleis: max. 2 A
Relaiskontakt: max. 2 A, max. 30 V
Ansteuerspannung: 12 – 22 V Gleich- oder Wechselspannung
kompatible Decoder: jeder Modellbahn-Weichendecoder
Anschlussform: Schraubklemmen für Leiter-Querschnitt 0,14 mm² – 1,5 mm²
RoHS-konform: ja

Ansteuerung – Ausführung mit bistabilem Relais

Das Bremsmodul besitzt zwei Steuereingänge zur Ansteuerung der Betriebszustände "Fahrt" und "Bremsen". Dazu genügt das kurzzeitige Anlegen (20 ms) der Spannung am jeweiligen Steuereingang. Eine dauernd anliegende Steuerspannung an einem Steuereingang ist zulässig, aber es darf nicht an beiden Eingängen gleichzeitig eine Steuerspannung anliegen! Die Steuerspannung darf Gleichspannung (beliebiger Polarität) oder Wechselspannung sein.

Der Anschluss der Steuereingänge erfolgt in gleicher Weise wie z. B. bei Weichenantrieben mit Doppelspulenantrieb. Zur Ansteuerung kann z. B. ein konventionelles Stellpult oder ein digitaler Weichendecoder verwendet werden. Der Einsatz von Schaltgleisen oder Reedkontakten ist ebenso möglich.

Ansteuerung – Ausführung mit monostabilem Relais

Das Bremsmodul besitzt einen Steuereingang zur Ansteuerung der Betriebszustände "Fahrt" und "Bremsen". Dazu wird eine Schaltspannung (geschaltete Dauerspannung) benötigt. Bei anliegender Spannung ist das Bremsmodul im Zustand "Fahrt", ansonsten im Zustand "Bremsen".

Der Anschluss des Steuereingangs erfolgt in gleicher Weise wie z. B. bei schaltbaren Beleuchtungen. Zur Ansteuerung kann z. B. ein konventionelles Schaltpult oder ein digitaler Schaltdecoder (z. B. Märklin k84) oder der Schaltkontakt in einem Signalantrieb verwendet werden.

Leiterplatte

Material: 1,5 mm FR4
Lagenaufbau: 35 µm Cu, durchkontaktiert
Lötstoplack: grün
Oberfläche: HAL ("hot air leveling") Pb-free
Bestückungsdruck: ja, weiß
Größe: 73 × 73 mm
RoHS-konform: ja