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bogobit Bremsmodul Oneway – mit richtungsabhängiger Bremswirkung

Bild bogobit Bremsmodul Oneway

Das bogobit Bremsmodul Oneway ist ein Bremsmodul für digitalgesteuerte Modellbahnanlagen. Das Bremsmodul Oneway zeichnet sich dadurch aus, dass das Bremsen nur in der gewünschten Fahrtrichtung erfolgt, in Gegenrichtung fährt eine Lok unbeeinträchtigt durch. Das Bremsmodul kann in zwei Betriebsarten eingesetzt werden:

Betriebsart 1 (z. B. auf freier Strecke): Das Bremsmodul wird an einem Signal mit Bremswirkung in einer Richtung verwendet.

Betriebsart 2 (z. B. im Bahnhofsgleis): Das Bremsmodul wird an zwei Signalen mit Bremswirkung in beiden Richtungen verwendet.

Das bogobit Bremsmodul Oneway ist in beiden Betriebsarten geeignet für Anlagen mit Mittelleitergleisen. Bei Zweileitergleisen ist es einsetzbar in Betriebsart 1 (an einem Signal); der Einsatz in Betriebsart 2 (Bahnhofsgleise mit zwei Signalen) ist auf Zweileitergleisen nur möglich, wenn die Lokdecoder den Bremsmodus „Brake on DC“ unabhängig von der Polarität unterstützen.

Produkte und Varianten

Das bogobit Bremsmodul Classic Oneway können Sie als fertig aufgebautes und geprüftes Bremsmodul kaufen.

Sie haben bereits solide Erfahrung mit Elektronikbausätzen oder elektronischen Schaltungen gesammelt, Sie verstehen Schaltpläne, haben ein Multimeter und wissen damit umzugehen? Dann können Sie das Bremsmodul auch ...

Der Bausatz des Bremsmodul Oneway ist in zwei Geräteausführungen erhältlich:

Das Geräteausführung Oneway Station stellt den Vollausbau des Bremsmoduls dar. Die Ausführung Oneway Simplex unterstützt dagegen nur einen statt zwei Signaleingänge und nur zwei statt drei Gleisabschnitte.

Hier geht es zur Bestellanfrage.

Jeder Käufer erhält auch einen Schaltplan im PDF-Format ohne Extrakosten.

Weiterführende Informationen

Informationen zum Aufbau des Bremsmoduls und zum Anschluss finden Sie in den folgenden Dokumenten zum Herunterladen:

Dokument
Bogobit Bremsmodul Oneway – Handbuch (deutsch) (PDF)
Bogobit Bremsmodul Oneway – Manual (English) (PDF)
Bogobit Bremsmodul Oneway – Anschlussbeispiele (PDF)
Bogobit Bremsmodul Oneway – Vergleich der Betriebsarten (Gleisabschnitte, Bremswirkung) (PDF)
Einstellungen verschiedener Decoder
Bausatz Bogobit Bremsmodul Oneway – Bauanleitung (PDF)
Bausatz Bogobit Bremsmodul Oneway – Stückliste Open Office Format und Stückliste PDF-Format
Bausatz Bogobit Bremsmodul Oneway – Bestückungsplan (PDF)
Bausatz Bogobit Bremsmodul Oneway – Bilder vom schrittweisen Aufbau eines Bausatzes Oneway Station

Die aufgeführten Dokumente gelten für die aktuell angebotene Hardware-Version. Die entsprechenden Informationen für frühere Hardware-Versionen finden Sie hier.

Funktion des Bremsmoduls Oneway

Beim Vorbild gelten Signale nur in eine Richtung. Für Loks in Gegenrichtung sind Signale irrelevant. In gleicher Weise wäre es auch im Modell für Bremsmodule wünschenswert, wenn sie nur in eine Richtung bremsend wirken, während eine Fahrt in Gegenrichtung immer ohne Bremsung möglich ist. Genau diesen Wunsch erfüllt das bogobit Bremsmodul Oneway.

Zur Richtungserkennung muss der Bremsabschnitt in zwei (ggf. drei) aufeinanderfolgende Gleisabschnitte getrennt werden. Durch Stromsensoren in den Abschnitten erkennt das Bremsmodul die Fahrtrichtung und kann entsprechend reagieren. Die erkannte Fahrtrichtung wird auch zur Information mit zwei LEDs auf der Platine angezeigt. Die Fahrtrichtung wird im Microcontroller nichtflüchtig gespeichert und nach einem Stromausfall oder nach einer Betriebsunterbrechung wiederhergestellt.

Über zwei Steuereingänge kann die Signalstellung von zwei Signalen erfasst werden. Abhängig von der Stellung eines Signals liegt dann eine Steuerspannung an und bestimmt so die gewünschte Betriebsart, Fahrt oder Bremsen. Die Steuereingänge sind mit Optokopplern realisiert, so dass die Steuereingänge sehr vielfältig angeschlossen werden können.

Bei Lichtsignalen (ohne Schaltausgang zur Zugbeeinflussung) wird einfach der Anschluss der Signalleuchte zur Anzeige des Begriffs Hp0 (oder Hp00) parallel mit dem Bremsmodul verbunden. Die Lichtsignal-Logik ist dann: Steuerspannung liegt an → Bremsen; keine Spannung → Fahrt.

Bei Formsignalen mit Schaltausgang zur Zugbeeinflussung wird stattdessen dieser potenzialfreie Schaltkontakt verwendet, um eine Schaltspannung an das Bremsmodul anzulegen. Die Formsignal-Logik ist dann: Steuerspannung liegt an → Fahrt; keine Spannung → Bremsen.

Die Konfiguration auf Lichtsignal- oder Formsignal-Logik erfolgt durch einen DIP-Schalter. Wenn kein geeignetes Signal aufgestellt ist, wird statt des Signals ein Schaltpult oder digitaler Schaltdecoder (Märklin k84 oder ähnlich) benötigt.

Wenn über einen Steuereingang "Bremsen" angefordert wird, dann liegt im Zustand "Bremsabschnitt ist frei" oder "Bremsabschnitt wird in Gegenrichtung durchfahren" normale Fahrspannung in Bremsabschnitt an. Im Zustand "Bremsabschnitt wird in Fahrtrichtung durchfahren" liegt Bremsspannung im Bremsabschnitt an.

Wenn von "Bremsen" auf "Fahrt" gewechselt wird, dann wird nicht sofort von Bremsspannung auf normale Digitalspannung zurückgeschaltet, sondern erst mit ca. 1,5 Sekunden Verzögerung. Dies simuliert vorbildgetreu die Reaktionsgeschwindigkeit des Lokführers.

Die vom Bremsmodul erzeugte Bremsspannung wird über eine elektronische Strombegrenzung eingespeist, so dass beim Überfahren der Trennstelle keine Betriebsstörungen durch Kurzschlüsse entstehen. Übergangs- oder Stoppabschnitte sind daher nicht erforderlich.

Die vom Bremsmodul erzeugte Bremsspannung ist eine negative Gleichspannung, was von den meisten Märklin-Digital-Decodern (Ausnahme: 6080 und Delta-Decoder aus der Frühzeit der Digitaltechnik) als sogenannte Märklin-Bremsstrecke unterstützt wird. Unter den DCC-Decodern ist dies als „Brake on DC“ (Bremsen bei Gleichspannung) bekannt und wird von sehr vielen Decodern verstanden. Einige DCC-Decoder verhalten sich je nach Polarität unterschiedlich, daher ist beim Zweileitergleis in der Regel nur die Betriebsart 1 (an einem Signal) nutzbar und es muss auf korrekten Einbau geachtet werden. Bei DCC-Decodern ist es oft auch erforderlich, über eine CV-Programmierung den Bremsbetrieb zu aktivieren.

Betriebsart 1

  normaler Fahrabschnitt      Gleisabschnitt 1           Gleisabschnitt 2             normaler Fahrabschnitt
  (Digitalzentrale)           (Bremsmodul)               (Bremsmodul)                 (Digitalzentrale)
______________________________________________________________________________________________________________
                                               
---------------------------|--------------------------|-----------------------------|-------------------------
______________________________________________________________________________________________________________
                                                                                 _____
                                                                        ________|o)   |
                                                                                |o)   |

Das Bremsmodul wird an einem Signal mit Bremswirkung in einer Richtung verwendet (z. B. auf freier Strecke).

Der Bremsabschnitt wird in zwei Gleisabschnitte geteilt. Es wird ein Steuereingang des Bremsmoduls vom Signal angesteuert.

Betriebsart 1a: Ein einfahrender Zug beginnt ab Gleismitte zu bremsen, (präzise: beim Wechsel des ersten Stromverbrauchers, z. B. Lok oder Steuerwagen vom ersten in den zweiten Gleisabschnitt) sofern das Signal am Gleisende auf rot steht. Der Bremsweg ist im Decoder kürzer als der zweite Gleisabschnitt einzustellen. Dies ist vorteilhaft, wenn der erste Abschnitt so lang ist, dass sich der ganze Zug darin befindet, wenn die Lok (oder der stromverbrauchende Steuerwagen) in den zweiten Abschnitt hinüber fährt. In diesem Moment werden dann beide Abschnitte, also das ganze Gleis unter dem Zug, auf Bremsspannung umgeschaltet. Bei Zügen mit mehreren Loks (Mehrfachtraktion) beginnen dann alle Loks gleichzeitig zu bremsen. Außerdem können keine Schleifer (oder bei Zweileiterbetrieb elektrisch verbundene Räder) die Trennstelle zum Bremsabschnitt mehr überbrücken. Eine Überbrückung würde nämlich die Lok kurzzeitig wieder von Bremsen auf Fahren wechseln lassen.

Betriebsart 1b: Ein einfahrender Zug beginnt ab Gleisanfang zu bremsen, (präzise: sobald die Lok in den ersten Gleisabschnitt einfährt) sofern das Signal am Gleisende auf rot steht. Der Bremsweg ist im Decoder auf fast die ganze Gleislänge einzustellen. Vorteil ist, dass die Gleisabschnitte in Summe nur so lang sind wie der Bremsweg der Lok.

Ob ab dem ersten Gleisabschnitt (1b) oder ab dem zweiten Gleisabschnitt (1a) gebremst werden soll, wird über einen DIP-Schalter eingestellt.

Die Betriebsart 1 ist mit dem Fertiggerät Oneway Station, mit dem Bausatz Oneway Station und Oneway Simplex möglich.

Die Betriebsart 1 ist geeignet für Anlagen mit Mittelleitergleisen. Bei Zweileitergleisen ist sie einsetzbar, wenn die Lokdecoder den Bremsmodus „Brake on DC“ unterstützen.

Betriebsart 2

  normaler Fahrabschnitt   Gleisabschnitt 3   Gleisabschnitt 1   Gleisabschnitt 2   normaler Fahrabschnitt
  (Digitalzentrale)        (Bremsmodul)       (Bremsmodul)       (Bremsmodul)       (Digitalzentrale)
                         _____
                        |(o (o|________
                        |   (o|
_____________________________________________________________________________________________________________
                                               
-------------------------|------------------|------------------|------------------|--------------------------
_____________________________________________________________________________________________________________
                                                                              _____
                                                                     ________|o)   |
                                                                             |o)   |

Das Bremsmodul wird an zwei Signalen mit Bremswirkung in beiden Richtungen verwendet (z. B. im Bahnhofsgleis).

Der Bremsabschnitt wird in zwei (im nachfolgend beschriebenen Fall 2c in drei) Gleisabschnitte geteilt. Es werden beide Steuereingänge des Bremsmoduls von zwei Signalen angesteuert.

Betriebsart 2a: Ein einfahrender Zug beginnt ab Gleismitte zu bremsen, (präzise: beim Wechsel des ersten Stromverbrauchers, z. B. Lok oder Steuerwagen vom ersten in den zweiten Gleisabschnitt werden alle Gleisabschnitte auf Bremsen umgeschaltet) sofern das entsprechende Signal am Gleisende auf rot steht. Der Bremsweg ist im Decoder kürzer als ein Gleisabschnitt einzustellen.

Betriebsart 2b: Ein einfahrender Zug beginnt ab Gleisanfang zu bremsen, (präzise: sobald die Lok in den ersten Gleisabschnitt einfährt) sofern das entsprechende Signal am Gleisende auf rot steht. Der Bremsweg ist im Decoder auf fast die ganze Gleislänge einzustellen.

Betriebsart 2c: Ein einfahrender Zug beginnt erst nahe dem Gleisende zu bremsen, (präzise: beim Wechsel des ersten Stromverbrauchers, z. B. Lok oder Steuerwagen vom zweiten in den dritten Gleisabschnitt werden alle Gleisabschnitte auf Bremsen umgeschaltet) sofern das entsprechende Signal am Gleisende auf rot steht. Hierzu ist der Bremsabschnitt in drei Gleisabschnitte einzuteilen. Der Bremsweg ist im Decoder kürzer als der letzte Gleisabschnitt einzustellen.

Ob ab dem ersten Gleisabschnitt (2b) oder ab dem letzten Gleisabschnitt (2a und 2c) gebremst werden soll, wird über einen DIP-Schalter eingestellt.

Die Betriebsart 2 ist mit dem Fertiggerät Oneway Station und mit dem Bausatz Oneway Station möglich, nicht aber mit dem Oneway Simplex.

Die Betriebsart 2 ist geeignet für Anlagen mit Mittelleitergleisen. Bei Zweileitergleisen ist sie einsetzbar, wenn die Lokdecoder den Bremsmodus „Brake on DC“ unabhängig von der Polarität unterstützen.

Variante Schattenbahnhofsgleis mit einem Steuereingang

Statt in Betriebsart 2 zwei Signale, für jedes Gleisende ein eigenes, anzuschließen, können beide Steuereingänge verbunden werden, so dass ein Zug, egal aus welcher Richtung kommend, ganz ins Gleis einfährt und erst dann auf Wunsch hält. Statt eines Signals kann auch ein Schaltdecoder (z. B. Märklin k84) verwendet werden.

Technische Daten

Bremsmodul Fertiggerät

Maße: 100 × 80 × 24 mm
Befestigung: vorbereitet zur Befestigung mit vier Schrauben, Durchmesser 3 mm
Digitalspannung: max. 25 V
Strom zum Gleis: max. 2 A je Gleisabschnitt, max. 3 A insgesamt
Relaiskontakt: max. 2 A, max. 30 V
Steuereingänge: aktiv ab 4 V, max. 24 V Gleich- oder Wechselspannung
Stromsensoren zum Gleis: aktiv ab 2 mA
Anschlussform: Präzisionsschraubklemmen für Kabelgröße AWG 26 – 14, entspricht Querschnitt 0,14 mm² – 1,5 mm²
RoHS-konform: ja

Leiterplatte

Material: 1,5 mm FR4
Lagenaufbau: 35 µm Cu, zweiseitig, mit Durchkontaktierung
Lötstoplack: grün
Oberfläche: HAL ("hot air leveling")
Bestückungsdruck: weiß
Größe: 100 mm × 80 mm
RoHS-konform: ja (bleifrei, ist auch mit Sn60Pb einwandfrei lötbar)